Die Kolumbanskirche von Wangen/SZ

Die Kolumbanskirche von Wangen/SZ
Nach den Kolumbanskirchen von Rorschach und Andermatt stellen wir heute die Kirche vor, welchem am nächsten mit der Geschichte des heiligen Kolumban verbunden ist.
Am Ursprung steht eine Erzählung aus der Gallusvita: Kolumban war auf seiner Pilgerfahrt zusammen mit irischen Mitmönchen, unter ihnen Gallus, in die Gegend von Tuggen gekommen. Hier versuchten sie, die wieder zu ihren ursprünglichen alemannischen Gottheiten Zurückgekehrten wieder für ihr früheres Christentum zu gewinnen. Dafür wendeten sie rüde Methoden an: Neben der Predigt warfen sie deren Götterfiguren kurzerhand in den Zürichsee, der damals noch bis Tuggen reichte. Dies verübelten ihnen die Tuggener sehr und die Legende erzählt, dass sie die Pilgermönche umgebracht hätten, wenn diese nicht Fersengeld gegeben hätten.
Im 7. Jahrhundert entstand aber trotzdem schon sehr bald eine Grosspfarrei Tuggen, welche das Gebiet zwischen Linth, Obersee und Wägitaler Aa umfasste. Im 8./9. Jahrhundert wurde der Hof Wangen gegründet und die Kirche St. Kolumban gebaut. Mit der Schenkung Wolfharts im Jahr 844 an das Kolumbanskloster Bobbio in Norditalien (613 vom irischen Wandermönch Kolumban gegründet) wurde die Gründung der Eigenkirchenstiftung zu Wangen besiegelt. Der Schenker erbat sich als Gegenleistung Reliquien des 615 verstorbenen, mittlerweile heiliggesprochenen Kolumban und erbaute eine Basilika. Bald darauf (9./10. Jahrhundert) entstand dann – vermutlich durch eine weitere Erbteilung – die Grundherrschaft Nuolen mit Eigenkirche. Wangen wird Untertan des Benediktinerklosters St. Gallen, bis das Gebiet in blutigen Kämpfen 1437 den Schwyzern zugesprochen wurde.
Schon heute vormerken: Wir feiern 2026 das Kolumbansfest am So. 22. November um 9.30 Uhr in dieser Kirche zusammen mit der Pfarrei Wangen.




