Wissenswertes zu Kolumban

 

Kurzbeschrieb:Zu den einflussreichsten Gestalten des frühen Mönchtums zählt Kolumban der Jüngere (540-615). Der Wandermönch aus dem irischen Kloster Bangor missionierte im Gebiet des heutigen Frankreichs, der Schweiz und in Oberitalien. Die großen Klöster Luxeuil und Bobbio gehen auf sein Wirken zurück.Die Lebensbeschreibung aus der Feder eines Mönches von Bobbio entstand nur wenige Jahre nach seinem Ableben. Der irische Wandermönch Gallus (um 550-640) war ein Gefährte des Kolumban. Am Ort seiner Begräbnisstätte entstand später das Kloster und die Stadt Sankt Gallen. Der Reichenauer Mönch Wetti verfasste im 9. Jahrhundert seine Lebensgeschichte.

Mönchsleben III: Jonas von Bobbio: Leben des Kolumban – Wetti: Leben des Gallus, hrsg. von Karl Suso Frank, St. Ottilien: eos-Verlag, 2011. ISBN 978-3-8306-7489-4, bestellen

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Columban von Luxeuil, Mönchsregeln, hrsg. von Ivo auf der Maur, St. Ottilien: eos-Verlag, 2007. ISBN 978-3-8306-1026-7, bestellen

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Peter R. Müller, Columbans Revolution: Wie irische Mönche Mitteleuropa mit dem Evangelium erreichten und was wir von ihnen lernen können, Schwarzenfeld: Neufeld Verlag, 2008. ISBN 978-3-937896-64-9, bestellen

Kurzbeschrieb: Die Geschichte der mittelalterlichen Medizin ist voll von Merkwürdigkeiten, Widersprüchen und Überraschungen. Anhand der einzigartigen Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek St. Gallen zeigt der Band die Bedeutung der Klostermedizin im Frühmittelalter und dokumentiert sie mit vielen Beispielen. Die Mönche sicherten das medizinische Wissen der Antike und der germanischen Volksmedizin und prägten die Heilpraxis, deren wichtigster Vertreter Notker der Arzt von St. Gallen war. Aber sie festigten auch das Konzept des Spitals, in St. Gallen konkret mit dem Leprosorium Otmars im 8. Jahrhundert und dem Spitalbezirk auf dem St. Galler Klosterplan im 9. Jahrhundert. Der wichtigste Beitrag des europäischen Mittelalters zur Entwicklung der Medizin war aber wohl die Aufwertung der Krankensorge und des Gedankens der Mitmenschlichkeit durch den christlichen Glauben, wie es in der Geschichte des barmherzigen Samariters zum Ausdruck kommt.

Abracadabra. Medizin im Mittelalter, 3. Auflage. St. Gallen: Verlag am Klosterhof, 2017. ISBN 978-3-905906 – 18 – 9, bestellen