Etappe 10: Magdenau/Flawil – St. Gallen

Details

  • Magdenau/Flawil

  • St. Gallen

  • 22 km

  • 06:00 h

  • 440 m

  • 500 m

Wir wenden uns nun in Richtung St. Gallen.

Sehens- & Wissenswertes

Km 0 Den Ort Flawil – urkundlich erstmals 819 erwähnt – betreten wir kurz, wenden uns nach 2 km in der Dorfmitte nach rechts. Der Weg führt in der Nähe der evangelisch-reformierten Kirche vorbei hinauf nach Landberg und Burgau. Im Kern von Burgau stehen wunderschöne historische Holzhäuser. Der kleine Schwenker durch das Dorf lohnt sich unbedingt.

Entlang dem „Columbanweg“ wandern wir bis zur Eisenbahnbrücke, auf der Hinterseite des Brückenpfeilers die Treppe hinunter bis zur Kolumbanshöhle, auf dem Steg über die Glatt, dem Fluss entlang bis zur Staumauer und das steile Wegstück hinauf zur Burgruine Helfenberg. (Wer den Ab- und Aufstieg vermeiden möchte, geht direkt neben der Eisenbahnlinie über die Brücke, folgt weiter dem Columbanweg, dem Burgauerfeldweg und schliesslich dem Helfenbergweg, der am Waldrand wieder in „unseren“ Weg einmündet.)

Vorbei an der Burgruine Helfenberg folgen wir dem Waldrand mit Aussicht auf Gossau

bis zur Wegkreuzung mit dem schöne Bildstöcklein (etwas im Gebüsch).

Nach einem längeren Wegstück durch den Wald erreichen wir Marstal. Dort geht es rechts nach Zellermüli und zur Hauptstrasse. Diese nehmen wir für ca. 10m nach links, überqueren sie und gelangen nach Hueb. Der Weg führt nach rechts Richtung Schochenberg, weiter geradeaus bis er nach links in den Robert-Walser-Weg einbiegt.

Schöne Ausblicke auf Herisau und den Alpstein mit dem höchsten Berg der Ostschweiz, dem Säntis (2’502 müM)

Im Vordergrund Herisau, im Hintergrund der Alpstein

Auf dem folgenden Aufstieg zur Burgruine Rosenberg, folgen wir ein Stück dem Robert Walser Weg.

Nach der Ruine Rosenberg – ein schöner Picnic-Platz – steigen wir auf dem Wanderweg hinunter zur Strasse beim „alten Zoll“. Diese überqueren wir und folgen nun bis zum Stiftsbezirk dem Jakobsweg Nr. 4, vorbei am Gübsensee,

hinunter zur Kräzerenbrücke, eine der zahlreichen Brücken über den Fluss Sitter, und wieder hinauf nach Bruggen. Die Wegweiser mit der Nr 4 – Jakobsweg – leiten uns nun vorbei an der EMPA, der Kapelle Maria Einsiedeln und dem Tröckneturm im Naherholungsgebiet Burgweiher. Durch das Quartier St. Otmar gelangen wir in direkter Linie zum Bahnhof St. Gallen und dann zum Stiftsbezirk mit Kathedrale und Stiftsbibliothek.

Km 10 Während wir auf der rechten Seite unseres Weges die Sicht auf den Alpstein und Herisau geniessen, liegt auf unserer linken Seite Gossau .  Um 400 v.Chr. lebten wahrscheinlich Kelten in dieser Gegend, im 5./7. Jh Alemannen. Der Ort wurde um 824 erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der ein Freddo seinen ererbten Besitz zu Gossau gegen lebenslangen Unterhalt dem Kloster St. Gallen schenkte.

Die Stadt Gossau ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort für die Ostschweiz. Die Betriebe in Gossau bieten rund 10’500 Arbeitsplätze, insbesondere in der Lebensmittelindustrie (Migros und Coop).

Km 22

St. Gallen, Etappenort. Den Namen hat St. Gallen vom Kolumbansgefährten Gallus. Die Stadt liegt an der Steinach, einem kleinen Fluss, der bei Arbon in den Bodensee mündet.

Die Geschichte der Stadt beginnt 612 mit dem Einsiedler Gallus. Gut hundert Jahre nach seinem Tod gründete Otmar an dieser Stelle das später berühmte Kloster. Eine rund 300-jährige Blütezeit folgte.

Einen erneuten – wirtschaftlichen – Aufschwung nahm die Stadt St. Gallen mit der Textilindustrie. Ab dem 15. Jh war die Stadt Zentrum einer blühenden Leinenindustrie. Im 18. Jh erschütterte die erste Stickereikrise die Stadt. Mit der Einführung der Mechanisierung der Textilindustrie übernahm jedoch St. Gallen wieder eine führende Rolle, was im 19. Jh zu einer zweiten Blüte der Textilindustrie führte. Auch heute noch ist St. Gallen für seine hochwertigen Stickereien bekannt. Zu sehen sind diese im Textilmuseum, das sich der Geschichte der Ostschweizer Textilindustrie widmet.

Interessant ist die Stadt selbstverständlich aufgrund ihrer barocken Kathedrale und der grossartigen Stiftsbibliothek, welche in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen ist.

Die Stiftsbibliothek war Teil des ehemaligen Benediktinerstifts. 719 gegründet, gehört sie schon bald zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt. Sie ist die einzige der grossen Klosterbibliotheken des Frühmittelalters, deren qualitativ hervorragender Bestand vom 8. Jh bis heute einigermassen intakt beisammen geblieben ist. Sie besitzt 2100 Handschriften, 1650 Inkunabeln (Druckwerke bis 1500) und Frühdrucke (gedruckt zwischen 1501 und 1520) sowie etwa 160’000 Bücher.

Liste der Übernachtungen (ohne Gewähr auf Richtigkeit/Aktualität)

Unterkünfte

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